Dertour Academy Kanada

Winterwonderland British Columbia

  

Abflug Frankfurt 02.12.13 um 10:30 Uhr mit Air Canada nach Calgary

Ankunft Calgary 02.12.13 um 12:45 Uhr Ortszeit, nach 10 Flugstunden

So einen super ruhigen Flug hatte ich selten, dafür war die Landung umso unruhiger - wir sind mitten in einen Blizzard gekommen! Man muss ja schließlich alles mal erlebt haben... da das nicht so selten ist in Kanada, ist das für die Piloten keine besondere Herausforderung...

Was ist ein Blizzard? Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm, der hauptsächlich in Nordamerika auftritt mit Sturmstärken bis zu 7 km/h und starkem Schneefall.

Nach der Einreiseprozedur ging es gleich ins 3* Calgary Marriott Hotel - ein typisches Stadthotel mit 384 Zimmern auf 23 Etagen mit allem Zimmerkomfort eines modernen amerikanischen Hotels, mitten in Downtown Calgary, direkt gegenüber dem Calgary Tower.

Nach der ersten Begrüßung durch die Reiseleitung haben wir uns dick eingepackt trotz Schnee und Sturm nach draußen gewagt... schließlich hatten wir nur ein paar Stunden Zeit Calgary zu entdecken... Als erstes sind wir direkt gegenüber auf den Calgary Tower hinauf gefahren - und fast nicht mehr hinunter gekommen... alle drei Aufzüge fielen zeitgleich aus und wir standen eine gute halbe Stunde oben in der Hoffnung, von hier nochmal heil nach unten zu kommen. Die Sicht war natürlich nicht gut, aber wenn man schon mal da ist und der Eintritt nichts kostet... beeindruckend und ein bisschen beängstigend fand ich, wie sehr der Turm in dem Sturm geschwankt hat. Leute mit Höhenangst sollten überlegen, hier herauf zu kommen. Im Turm in der obersten Etage integriert ist auch ein Restaurant.

Zurück im Hotel wurde uns mitgeteilt, dass unsere nächsten zwei Programmpunkte - Besichtigtung Heritage Village und Calgary Stampede - leider wetterbedingt ausfallen. Die Bullen für das berühmte Calgary Rodeo steckten auf dem Highway fest... zu schade, hatten wir doch schon die notwendigen Cowboy Hüte und Westen bekommen... aber ein bisschen Musik durften wir genießen...

Die "Calgary Exhibition and Stampede" ist eine jährlich im Juli stattfindende Landwirtschafts-Ausstellung in Calgary, die auch als größte Rodeo-Show der Welt bezeichnet wird ("the greatest outdoor Show on earth"), bei der auch gefährliche Stunts der Cowboys bewundert werden können. Diese Show sollte extra für uns jetzt im Dezember nochmal stattfinden... leider hat es nicht geklappt!

Wir sind dann nochmal raus in die Kälte um ein bisschen mehr zu sehen... die Innenstadt ist überschaubar und so sind wir nur die kleine Fußgängerzone auf und ab gelaufen und haben uns ein bisschen die kleinen Passagen und Geschäfte angeschaut. Die Weihnachtsdekoration ist hier - im Gegensatz zu der in den USA - wesentlich weniger und dezenter, aber sehr geschmackvoll.

Die offizielle Eröffnungsveranstaltung wurde dann kurzerhand etwas vorverlegt - zu unserer großen Freude, denn mittlerweile waren wir schon 24 Stunden auf den Beinen... Die Veranstaltung fand im Telus Spark Science Center statt - einer Art Wissenschaftsmuseum für Kinder und Jugendliche. Gesehen haben wir davon natürlich nciht viel - alles war wunderschön für die Eröffnung vorbereitet, jede Gruppe hatte einen reservierten Tisch und die besten Restaurants von Calgary hatten für das Essen gesort. Es war nicht schlecht - aber ganz ehrlich - uns wäre ein leckerer Hamburger oder ein Steak lieber gewesen... Nach vielen Begrüßungen, Eröffnungsreden und zwei jungen Musikern aus Calgary fuhren dann auch die ersten Busse zurück ins Hotel und wir konnten endlich - nach fast 30 Stunden - ins Bett gehen.

Am nächsten Tag ging es früh los - Abfahrt der Busse nach Lake Louise um 07:45 Uhr... nach 3 Stunden Fahrt kamen wir an der Brewster Cowboy's Barbecue and Dance Barn an, wo die DERTOUR Academy Country-Show stattfand. Viele Infos und Neuigkeiten und natärich alle Partner wurden uns hier präsentiert. Es war eine lustige und unterhaltsame Show in einem echt kanadischen Rahmen - so habe ich mir Kanada immer vorgestellt!

Die Brewster Cowboy's Barbecue and Dance Barn ist eine Eventlocation für Gruppen, die das authentische Western Flair vergangener Zeiten widerspiegetl. Die Dekoration ist perfekt nachempfunden und hier kann man mit Sicherheit toll feiern.

Danach ging es in die Busse zu den ausgewählten Aktivitäten - man konnte wählen zwischen Wander, Schneeschuh-Wandern, Skifahren und reinen Besichtigungstouren. Wer mich kenn, kann sich vorstellen, was ich gewählt habe - Skifahren natürich! Einmal in den kanadischen Rockies Skifahren, in Lake Louise, wo drei Tage später die Spitzensportler im Weltcup fahren - das muss ein tolles Erlebnis sein und dann noch den berühmten "Champagner Powder"...

Das Skigebiet Lake Louise im Bow Valley (Höhe 1646m - 2637m) hat ca 139km Abfahrten von grün (leicht) bis schwarz und gilt als das Topgebiet in den kanadischen Rocky Mountains. Das zweitgrößte Skigebiet in Kanada bietet Panoramapisten mit fantastischen Ausblicken. Hierkommen sowohl Anfänger, als auch Top-Skifaher voll auf ihre Kosten. Jedes jahr findet hier traditionell das erste Weltcuprennen der Saison statt - eine Woche nachdem wir da waren.

... bis alle ihre Skischuhe, Skierund - wenn gewüscht - Helme haben und in die Gruppen verteilt waren, bleiben gerade nochmal 2 Stunden Zeit... Den ganzen Vormittag war strahlender Sonnenschein, jetzt zog es zu - toll! Die Sicht wa trotzdem ok, unser Guide erklärte uns von oben alle Berge und Gebiete ringsherum und zeigte uns einige der möglichen Strecken dieses Gebietes. Alle Routen waren noch nicht geöffnet, da es noch sehr früh in der Saison und zu wenig Schnee war. Der Blizzard hatte diese Gebiet "verschont" - zum Skifahren wäre es gut gewesen! So waren die Strecken aus reinem Kunstschnee und ziemlich vereist - keine Spur vom berühmten Champagner Powder - der kommt erst im Februar oder März... wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich vielleicht anders entschieden...

Lustig fand ich das Liftsystem... sehr "old-fashioned" im Vergleich zu unseren Skigebieten hier in Europa! Die Liftpässe sind ausgedruckte Aufkleber, die um eine Metallklammer geklebt und dann per Hand eingescannt werden... auch von überdachten Sesselliften keine Spur...

Ich habe dann etwas früher aufgehört als der Rest aus meiner Gruppe - wobei ich aber nicht die Erste war, die aufgegeben hat - um mich noch ein bisschen umzusehene und in der richtig schönen Hütte etwas zu trinken.

Um 16 Uhr ging es dann weiter nach Banff zu den Hotels. Wir haben im 3* Mount Royal Hotel übernachtet, mitten im Zentrum von Banff an der Banff Avenue. Geschäftte, Restaurants und Bars sind in unmittelbarer Nähe. Das Hotel selbst ist ein traditionelles Backsteingebäude mit modernem Komfort und hat ein "Tony Roma's" Restaurant (angeblich berühmt für seinen Steaks und Spare-Ribs), eine Bar und Sauna mit Whirlpool. Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet in freundlichen Farben - hat mir sehr gut gefallen und für ein 3* Hotel topp! Die anderen Gruppen haben im 3* Banff International Hotel und in der 3* Brewster's Mountain Lodge übernachtet - alle vergleichbar mit unserem Hotel.

Banff ist ein niedlicher Ort mit einer tollen Kulisse im Hintergrund. So stelle ich mir die Skiresorts in Kanada vor - klein, persönlich, die Leute super freundlich und viel Schnee! Außerdem ist es das Tor zu zwei tollen Skigebieten - einmal von Lake Louise und zum anderen von Sunshine Village - das höchstgelegene Skigebiet Kanadas mit den spektakulären Pisten des "Delirium Dive" und dem "Goat's Eye Mountain". Anfänger sollten lieber die Pisten des "Wolverine Express" nutzen...

Zum Abschluß des Tages wurden die verschiedenen Gruppen in ausgewählte Restaurants gebracht und es gab ein leckeres Essen. In Banff gibt es so ziemlich alle Geschmacksrichtungen - ich habe schweizer, italienische, griechische und asiatische Restaurants gesehen und natürlich die typisch amerikanischen Steakhäuser und Burger Bratereien. Hier findet sicher jeder das richtige für seinen Geschmack!

Unsere Gruppe wurde per Bus ins 5* Fairmont Banff Springs Hotel gebracht... wieder keine Hamburger, dafür aber ein perfektes 3-Gänge-Menu nach Wahl (Pasta oder Lammkeule - ich habe mich für Lamm entschieden und es war hervorragend!). Wer wollte, konnte nach dem Essen noch die HooDoo Lounge & Nightclubs besuchen...

Nicht dass hier jemand an Urlaub denkt... am nächsten Morgen ging es wieder um 07:45 Uhr los - per Bus ins 5* Fairmont Banff Springs Hotel - wir hätten ja auch gleich da bleiben können - zu zwei Tagen voller Workshops und Rount-Table-Talks - jetzt war Arbeit angesagt...

Das 5* Fairmont Banff Springs Hotel - das legendäre Märchenschloss der Rockies - liegt am Ortsrand von Banff, ca. 15 Gehminuten von der Banff Avenue entfernt. Wenn es nicht gerade -36 Grad sind, ein schöner Spaziergang - bei den Temperaturen friert einem sogar die Nase ein. In der Nähe des Hotels liegt ein Golfplatz und die "Banff Hot Springs" heiße Thermalquellen und ein kleiner Wasserfall - selbst der war zugefroren! Das Hotel ist im Stil eines schottischen Schlosses erbaut, sehr traditionsreich und der opulente Fairmont-Stil wurde hier mit modernemKomfort vereint. Mehrere Geschäfte und Boutiquen, ein erstklassiger Spa-Bereich "Willow Stream Spa" und 11 (!) Restaurants runden das Angebot ab. Sehr exklusiv sind z.B. das Waldhaus Restaurant und der Bow Valley Grill. Die Zimmer haben verschiedene Kategorien und sind mit modernstem Komfort ausgestattet. Wir hatten ein Zimmer im Dachgeschoss des Konferenz Gebäudes, relativ klein und ziemlich kalt, aber gut ausgestattet.

In den Workshops bekommen wir sehr viele Informationen von Airlines, Hotels, Kreuzfahrtanbietern, Touriismusverbänden und Fremdenverkehrsämtern über Neuigkeiten und Reisemöglichkeiten und müssen unser Wissen zeigen. Einige Workshops sind wirklich super präsentiert mit Spielen, Quiz und Wettbewerben - da haben sich die Präsentatoren tolle Sachen einfallen lassen, um uns die Infos näher zu bringen.

Nach einem anstrengenden Tag und einem kurzen "Feierabend-Spaziergang" bei -36 Grad geht es zum nächsten Programmpunkt, dem Brewster Mount View BBQ mit vorangehender Ausstellung der verschiedenen Campmobil-Modelle der kanadischen RV-Partner, die bei Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC buchbar sind. Sehr informativ, denn wer kennt schon die unterschiedlichen Modelle und Größen. Zum Aufwärmen gibt es - extra für uns - Glühwein. Den kennen die Kanadier sonst nicht.

Das Brewster Mount View BBQ ist im Prinzip das gleiche wie das Brewster Cowboy's Barbecue and Dance Barb - eine Eventlocation im Western Stil für echte Cowboy Abetneuer - das erleben wir dann auch bei der "Alberta Winter Cabin Night" in Zelten mit Lagerfeuer und Country Music. Zu Essen gibt es diemal richtiges Westernessen: Fleisch, Bohnen, Kartoffeln in Folie mit Sour Creme und Salat - lecker! Die Klamotten - natürlich haben wir uns auch Westernmäßgi gekleidet - riechen danach etwas streng nach Rauch, aber wen stört's - wir tinken ja alle...

Der nächste Arbeitstag beginnt diesmal um 08:30 Uhr mit weiteren Workshops... Eigentlich sollte im Anschluss noch die Möglichkeit für eine Gondelfahrt zum Sulphur Mountain oder ein Besuch in der Cave & Basin Heritage Site betehen, aber Wind und Kälte haben uns auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht...

Als Abschluss der Academy stand am Abend der Christmas Farewell Empfang und Dinner im Van Horne Ballsaal des Konferenzzentrums auf dem Programm - eine tolle Abendveranstaltung in Rot-Schwarz mit Prämierung und Ehrung der besten Teams und mit Bekanntgabe des nächtjährigen Ziels: 2014 geht es nach Nord-Norwegen...