Norwegian Epic

Famtrip Norwegian Epic

 

Los geht es am Sonntag, 17.04.2016, ab Frankfurt mit der Lufthansa nach Barcelona.

Nach der Landung erst großes Chaos am Norwegian Cruise Line Schalter – der erste Umlauf für diesen Sommer ab Barcelona… noch hat keiner einen Plan, aber irgendwann begleitet uns jemand zu den Transferbussen und es geht Richtung Hafen zum Check-in. Auch hier das totale Chaos – Menschenmassen wo man hin schaut… nachdem auch das geschafft ist, können wir endlich auf unser Riesen-Schiff, die Norwegian Epic (max. 4500 Passagiere plus Besatzung), und in unsere Kabine.

Hier der nächste „Schock“ – man betritt die Kabine und steht mitten im „Bad“, sofern man es so nennen möchte, denn abgetrennt sind WC und Dusche nur durch einen Vorhang, das Waschbecken befindet sich direkt in der Kabine… mmh, merkwürdige Aufteilung, ist auch nur auf diesem Schiff so. Auf allen anderen NCL Schiffen ist es, wie auf jedem Schiff einer anderen Reederei auch, separat. Wir sind zu zweit in der Kabine – meiner Meinung nach gerade noch machbar - zu viert geht hier auf keinen Fall, obwohl sie für max. 4 Personen ausgelegt ist (Sofabett und Pullmanbett aus der Decke). Der Balkon ist winzig und ziemlich schmutzig. Da ein paar Tage vorher ja der Kreuzfahrt Check im Fernsehen war und unsere Reiseleitung diesen auch direkt angesprochen hat, mache ich den „Staubtest“ jetzt mal selbst… DAS hätte ich mal besser nicht gemacht – eine Staubwolke kommt uns von der Schrankdecke entgegen und auf meinem Finger ist eine dicke Staubschicht… toll, hier muss definitiv noch nachgebessert werden!

Wir haben jetzt Zeit bis kurz vor dem Auslaufen des Schiffes, um uns schon mal ein bisschen umzuschauen. Wir sind alle ein bisschen erstaunt, dass das Schiff einfach nur ausläuft… keine Musik, noch nicht mal ein Tuten des Schiffshornes – nichts! Ungewöhnlich für die Amerikaner, die sonst doch immer gerne viel Trara um alles machen…

Danach geht es zum gemeinsamen Abendessen im „Taste“ - eines der Hauptrestaurants mit Bedienung, was ich als sehr angenehm empfinde. Leider wissen weder wir noch die Kellner genau Bescheid, was in dem neuen, speziell auf dem deutschsprachigen Markt angebotenen, Premium All Inclusiv Konzept enthalten ist. Großes Rätselraten, Diskutieren, Überlegen, bis sich schließlich unsere Begleitung an unseren Tisch begibt und es erklärt. Wirklich begriffen haben wir es allerdings immer noch nicht, wie sich später herausstellen wird. Das Personal kann es an dem Aufdruck auf der Bordcard sehen UBP+C+J (ultimate beverage package + coffee + juice)

Premium All Inclusiv beinhaltet alle Mahlzeiten incl. Kabinenservice (Gebühr pro Bestellung außer Frühstück), alkoholische und alkoholfreie Getränke im Glas bis 15 USD, Softdrinks, Säfte, eine Flasche Wasser pro Person und Tag auf der Kabine, sowie zahlreiche Lavazza Kaffeespezialitäten. Trinkgelder auf AI Leistungen (Besonderheiten auf der Norwegian Sky und Pride of America).

Das Essen ist sehr lecker, das Personal sehr freundlich, aber ganz wichtig ist: OHNE Englisch geht hier nichts! Nach dem gemeinsamen Essen kann jeder frei entscheiden, wie er den Rest des Abends verbringt – zur Auswahl stehen die Show, eine große Anzahl an Bars oder auch der riesige Casino- und Automaten-Bereich – hier geht es zu wie in Las Vegas… schon sehr gewöhnungs- bedürftig für Europäer und vor allem uns Deutsche… mir ist es viel zu laut und zu hektisch, was aber allen aus unserer Gruppe so geht.

Am nächsten Morgen haben wir erstmal eine Präsentation des gesamten Norwegian Cruise Line Produktes und danach einen Schiffsrundgang. Am Nachmittag steht noch die „Behind the Scenes“ Tour auf dem Programm – eine spannende und interessante Führung hinter den Kulissen eines Schiffes. Unglaublich, was für Mengen an Lebensmitteln hier gelagert werden, welche Wäscheberge täglich gewaschen und gebügelt werden und wie viele Menschen hier noch „unter Tage“ arbeiten müssen! Was für eine logistische Meisterleistung, dass das alles weitestgehend reibungslos funktioniert! Der Abend ist zur freien Verfügung, wir gehen ins „Manhattan“ Hauptrestaurant wieder mit Bedienung, und im Anschluss an die Show noch in die „Shaker’s Bar“

Am zweiten Morgen besichtigen wir den „The Haven“ Luxus- Bereich des Schiffes. Dieser Bereich ist nur für Suiten Gäste zugängig (die wir aber leider nicht anschauen können, da alle ausgebucht sind). Der Pool mit den Liegen ist komplett innenliegend, hat weder viel Sonne noch einen winzigen Blick auf das Meer und wir sind uns alle einig, dass es das nicht wert ist. Natürlich sind die Suiten viel größer als die normalen Kabinen und der Service bietet auch viel mehr, aber der Bereich an sich ist überhaupt nicht schön. Danach geht es noch in die Single Studios, einer Kabinenart, die es nur bei NCL gibt, mit eigenem Lounge Bereich, in den man aber auch nur als Studio Bewohner hinein kommt. Diese sind jetzt wieder recht geräumig und nett eingerichtet, es gibt sie aber nur als Innenkabinen.

Danach geht es runter vom Schiff nach Neapel, Pompeij oder man geht einfach nur aufs Pooldeck (was wir nach einem kurzen Ausflug nach Neapel ganz schnell machen).

Als krönender Abschluss der Reise steht heute noch das „Teppanyaki“ auf dem Programm. Was wir hier zelebriert bekommen, ist nicht nur eine tolle Show, sondern vor allem ein geniales Essen – ich habe noch nie so ein zartes, saftiges Hähnchen- und Rinderfilet und geniale Meeresfrüchte (Calamari, Jakobsmuscheln, Scampi und Hummer) gegessen! Das war wirklich der Hammer! Der Aufpreis von 30 USD ist mehr als gerechtfertigt, in einem normalen Restaurant würde man sicher mindestens das Doppelte bezahlen. Danach geht es noch ins Musical „Priscilla – Queen of the Desert“… wer’s mag, mein Ding war es nicht. Aber ich bin auch kein Show Fan, egal ob auf einem Schiff oder im Club/Hotel. Zum Glück hat da ja jeder seine eigene Meinung, gut gemacht war die Show aber auf jeden Fall.

Am nächsten Morgen geht es schon wieder Richtung Heimat – vom Schiff geht es per Shuttle aus dem Containerhafen zum Bus-„Bahnhof“ in Civitaveccia und von dort per Bus zum Flughafen Rom. Mit der Alitalia fliegen wir dann wieder nach Frankfurt und dann geht jeder seinen Weg Richtung Wohnort. Fazit: eine super interessante Reise um den Vergleich zwischen einer deutschen / europäischen und einer amerikanischen Reederei selbst zu erleben. Ganz wichtig zu wissen: ohne Englisch geht nichts!